Wählen Sie hier!

THE CLEAT ADVIZR

Handbuch

V-II-A-KONZEPT

I. Fuss-SKELETT

T

FUSSBALLEN

Das Großzehengrundgelenk ist die Schlüsselstelle und die zentrale Ausgangsposition in Längsrichtung.
Entlang der Längsachse des Fußes steht der Fußballen in Zentrum.
Damit das so umgesetzt werden kann wandert der Schuh entweder nach vorne in Richtung der Zehen oder weiter nach hinten zur Ferse.

1

KLEINZEHE

Das Gegenstück ist das Mittelfußgelenk der kleinen Zehe auf der Innenseite des Fußes.
Es stellt die hinterste Grenze der Cleatstellung in Längsrichtung dar, es sei denn, eine explizite Mittelfußstellung ist ausdrücklich gewünscht.

MITTE

Der mittlere Abstand zwischen diesen beiden Gelenken
stellt die Position der Pedalachse dar.
In diesem Bereich stehen sie richtig.

PRAXIS-TIPP

Um das Großzehengrundgelenk besser durch den Radschuh zu finden helfen Spaghetti Nudeln:

Eine ungekochte Nudel wird auf die gewünschte Länge gebrochen und hochkant am nackten Fuß fixiert. An der Mitte vom Großzehengrundgelenk angelegt, klebt sie durch einen Tixo Streifen an Ort und Stelle.

Dann werden die Socken angezogen und es wird in den Schuh geschlüpft.
Wetten das sie nun trotz Schuhschaft ihr Großzehengrundgelenk finden?!

II. Fußstellung

Winkel-ausrichtung

Auf der Sablona ist der Floatwinkel des jeweiligen Pedalherstellers mit dessen farbigen Cleat bis nach hinten zum Schuhabsatz abgebildet.

Zusätzlich hilft der Relevanzwinkel von 9° der doppelt für beide Schuhseiten abgebildet ist.  Diese parallele Winkel präsentieren sich entfernt von und direkt an der Pedalachse.

Sie erleichtern die Orientierung für die relative Verdrehung des Cleats zur Schuhsohle.

Das ganze Schuhausmaß kann dazu mit Bezug darauf abgebildet werden

GANGANALYSE

Welcher Fußtyp sind sie?

V-II-A

V-Stil, parallel, Pflugstellung

Typisches Gangmuster

Die persönliche, individuelle und deshalb natürliche Schrittstellung (Gangspur oder Gangmuster) ist die Grundlage für die Rotation vom Cleat.

Die Rotationskomponente relativ zur Pedalachse spielt sich zwischen Cleat und der darunterliegenden Schuhsohle ab. Dieser Hot-Spot ist wesentlich: er stellt den Bereich der Kraftübertragung dar!

Durch die größere Distanz zum Drehpunkt wird dieser Winkel  über die Ferse besser erfasst.
So lässt sich die Winkelausrichtung/ Drehung der Ferse nach außen (von der Kurbel weg) und nach innen (zur Kurbel hin) eindeutig erkennen und definieren

3 Grund-positionen: V-II-A

Aus der Sicht nach unten, auf die eigenen Füße,
wird die bevorzugte individuelle Fußstellung annäherungsweise auf das Rad bzw. auf die Pedale übernommen.

Fussstellung: v-STIL

Die Fersen sind innen,
die Zehen zeigen nach außen

Parallel: II

Die Fußinnenseiten stehen
parallel zueinander

Fussstellung: A

Die Zehen zeigen nach innen,
die Fersen nach außen

%

V-II-A

V

II

A

Was ist darunter zu verstehen?

V

Wenn Sie auf ihre
eigenen Füße
hinuntersehen
stehen Diese
nach außen gedreht (V-Stellung)

II

Wenn Sie auf ihre eigenen Füße hinuntersehen
stehen Diese parallel (II-Stellung)

A

Wenn Sie auf Ihre eigenen Füße hinuntersehen
stehen diese
nach innen gedreht
(A-Stellung)

III. Standbreite

Q-Faktor

Der Abstand zwischen Pedalachsen-Mitte und Kurbel bzw. der Schuh-Mitte zum Rahmen wird aus dem Abstand der Kurbeln zueinander und der eingestellten seitlichen Position der Schuhe zum Pedal gebildet.
Ist das Cleat ganz in Richtung der Schuhinnenseite geschoben, dann ist der Fuß in Realität so weit außen wie eben hardwareseitig möglich.

Die seitliche Verschieblichkeit der Cleats hängt vom variablen Platz der Beilagscheiben oder von veränderbaren Cleatgewinde ab

Ausrichtung

Die Fersenmitte (Q-Faktor)  und Pedalachsenmitte (Längsausrichtung)  kann auf beiden Schuhen  unterschiedlich ausfallen und sollte stets bezüglich der anatomischen Voraussetzungen kontrolliert werden!

 

 

ORIENTIERUNG

Näher oder breiter

Der natürliche Abstand zwischen den Füßen steht in direktem Zusammenhang mit der Hüftbreite.
Die Standbreite kann durch einen größeren Oberschenkelumfang möglicherweise größer werden. Die Ausrichtung des Schuhs zur Seite orientiert sich am anatomischen Abstand.

Normale Standbreite (Q-Faktor)

Empfehlung der Pedalachsenlänge:
52/53 mm

Großer Q-Faktor

Längere Pedalachsen bei
55/ 56 mm

Achsverlängerungen

Nochmalige Verbreiterung der Standfläche auf beidseits plus
15 mm

Vor oder zurück

Die Position der Pedalachse hängt auch von der Schuhgröße ab. Der horizontale Abstand vom Großzehengrundgelenk zur Pedalachse variiert deshalb. Die Fußlänge ist demnach eine Variable.
Empfohlene Abstände vom Großzehengrundgelenk ausgehend, in Richtung Ferse, sind unten entsprechend der Fußgröße aufgeführt.
Beachten sie den Unterschied zwischen der angegebenen Schuhgröße und Fußlänge!

Fußgröße und Pedalachse

Empfehlung  des horizontalen Abstands zwischen Fußballen und Pedalachse

36-38

Die Pedalachse befindet sich 8-10 mm hinter dem Großzehengrundgelenk / Fußballen

39-41

Die Pedalachse befindet sich 9-12 mm hinter dem Großzehengrundgelenk / Fußballen

42-43

Die Pedalachse befindet sich 10-15 mm hinter dem Großzehengrundgelenk / Fußballen

44-45

Die Pedalachse befindet sich 12-18 mm hinter dem Großzehengrundgelenk / Fußballen

46-47

Die Pedalachse befindet sich 14-20 mm hinter dem Großzehengrundgelenk / Fußballen

*

In dieser Tabelle werden Mittelwerte der halben Distanz zwischen Groß- und Kleinzehengrundgelenk angeführt. Die Abstände korrelieren mit der Fußgröße.

Sie dienen ausdrücklich der Orientierung und können nie die wahren anatomischen Zusammenhänge beschreiben.

Und doch sind sie eine gute Annäherung zur optimalen Achsausrichtung, denn dieser Abstand in Millimeter kommt der durchschnittlichen Fuß-Anatomie sehr nahe.

Die so definierte Linie sollte schließlich mit der Pedalachse übereinstimmen.

ACHTUNG!
Durch individuelle anatomische Eigenheiten, Messfehler und Anomalien können pauschale Zahlen nicht über den realen Zustand hinwegtäuschen.

Ausrichtung

Die persönliche weil individuelle Ausrichtung der Füße zeigt sich im Lauf- oder Gangstil.
Nach außen oder nach innen gerichtete Fersen erzeugen unterschiedliche Formen der Fußabdrücke im Sand. Dieser charakteristische Fußabdruck sollte auf die Pedale übertragen werden.

V - auswärts

Die Fersen stehen innen nach beisammen, die Zehenpartie zeigt zur Seite. Die Füße stehen im V-Stil

II - parallel

Die Fersen bzw. die Innenseite der Füße stehen parallel zueinander. Symbolisiert werden sie im Konzept durch zwei “I”

A - nach innen

Die Fersen zeigen nach außen zur Seite, die Füße bilden ein spitzes Dach oder ein “A”

Feedback

Die beste Position gibt Ihnen das bestmögliche Feedback. Schmerz ist ein Indikator für eine Fehlstellung.
Genauigkeit ist ein sehr persönliches Thema.

Wenn sich die bestehende Position gut anfühlt oder irgendwelche Überzeugungen zu dieser Position führen, kann es kein Konzept der Welt oder gut gemeinter Ratschlag besser machen.

It`s A Match!

Vorbereitungen

Vorbereitung am Radschuh und hilfreiche Voraussetzungen in der Praxis

Markieren des Großzehengrundgelenks

Das erspürte Großzehengrundgelenk wird gekennzeichnet

DIese Position wird auf die Schuhsohle übertragen

Von dieser Linie ausgehend
führen die oben genannten allgemeinen
Empfehlungen zur idealen Pedalachsenposition

Linien, Winkel und Buchstaben

 

Sind die bioanatomischen Basisvoraussetzungen geschafft, leistet das V-II-A-Konzept gute Dienste:

BLAUE LINIEN
Orientierung für die V- & A-Fußstellung

 

Die Cleat-Positionierung der V- und A- Fußstellungen orientiert sich an den parallelen blauen Linien.
Damit wird die Einstellung um ein wesentliches erleichtert

Die Ausgangssituation wird durch den Schuh verfeinert und weiter definiert: Links / Rechts (L/R).
Daraus ergeben sich vier mögliche Kombinationen:

RV – RA – LA – LV

Die gewünschte und einzustellende Richtung muss auf der SABLONA eindeutig ablesbar sein:
Deshalb ist die angepeilte Buchstabenkombination niemals spiegelverkehrt oder am Kopf gestellt, sondern als Buchstaben immer konkret definierbar. Einzige Voraussetzung: der Schuh ist wirklich der Linke oder der Rechte.

V-II-A

Die SABLONA ist Winkelschablone und Längsschablone zugleich. Die jeweiligen eingezeichneten Achsen stimmen mit den realen Pedalachsen überein.

Als Limit gilt immer die Schuh-Innenseite, genauer die Ferse zur Kurbel!

Die 9° Linien dienen der Orientierung in Floatrichtung. Sie lassen sich entlang der Sohlenform gut lesen, eine verdrehte Fußstellung wird damit eingestellt.
Je nach Ausprägung der Schuhform kann die äußere oder innere Sohlenkante mit dieser Winkellinie in Übereinstimmung gebracht werden.

SYMMETRIE

Sollen beide Schuhe absolut symmetrisch ausgrichtet sein wird das Tool von der passenden Seite auf die andere umgelegt:

Damit diese Stellung einfach reproduzierbar auf die andere Seite übernommen werden kann wird ein markannter Punkt auf der Schuhsohle ausgesucht.
Ein Punkt mittels Lacksift markiert diese Stelle!
Er wird nun durch anlegen des Tools auf selbiges kopiert.

Mit dem Punkt an der Sablona wird sie nun auf die Unterseite gedreht am anderen Cleat arretiert. Der Punkt wird mit dem markanten Punkt auf der Sohle abgeglichen und fertig ist die Kopie!

 

ORIENTIERUNGSHILFE & KONZEPT

Orientierung

LV - LA - RV - RA

AM BEISPIEL LINKER SCHUH

linker Schuh

Ist es der linke Schuh, der eingestellt wird, ist das “L” maßgeblich.

Es gelten immer nur die lesbaren Buchstaben-kombinationen LV oder LA. Die jeweils andere Seite wird durch umdrehen gelesen. Die Sablona wird deshalb auf der längeren Seite auf den Kopf gestellt, wie umblättern

Fußstellung - V

Ist die Fußstellung nach außen rotiert und eindeutig als V-Stellung erkennbar, ist die Seite mit dem “V” an der Sablona anzupeilen.
Die Sablona wird so an die Schuhsohle gehalten, dass die Buchstabenkombi L+V (LV) gelesen werden kann.

LV

Die Buchstabenkombination “LV” muss lesbar sein (linker Schuh, V-Stellung).
Die schrägen blauen Linien rechts und links entlang der Schuhsohle dienen der Orientierung für die Ausrichtung

Fußstellung - A

Ist die Fußstellung nach innen rotiert und eindeutig als A-Stellung erkennbar, ist die Seite mit dem “A” an der Sablona anzupeilen.
Die Sablona wird so an die Schuhsohle gehalten, dass die Buchstabenkombi L+A (LA) gelesen werden kann.

LA

Es erfolgt die Ausrichtung nach demselben Verfahren wie oben beschrieben, nur zeigt die Schuhinnenseite nun in die andere Richtung. Die SABLONA wird deshalb entlang der längeren Seite umgedreht

II

Wollen sie ihre Schuhe zueinander parallel einstellen können sie die beiden 9° Winkel ignorieren oder die Verdrehung weniger stark ausführen.
Es gelten nur die linearen Bezugspunkte

Gegenteil

Für die andere gegenteilige Fussstellung wird das Tool entsprechend von der anderen Seite verwendet

umdrehen

Für die anderen Einstellungen am linken Schuh wird die Schablone entlang der langen Seite umgedreht.

Es erfolgt die Ausrichtung nach demselben Verfahren wie oben beschrieben, nur zeigt die Schuhinnenseite nun in die andere Richtung

FLOAT & LIMIT

Die Winkelstellung die nur auf den Float Bezug nimmt, ist mittig entlang der Längslinie bis nach hinten zur Ferse abgebildet (die Farbe entspricht der Cleatfarbe).

Zur besseren Vorstellung der limitierenden Kurbelgrenze ist an der Ferseninnen- und respektive der Schuhspitzeninnenseite das Limit markiert, bis zu dem der Schuh ohne Kollision an der Kurbel vorbeikommt

LV - LA - II

Der linke Schuh sollte damit fertig installiert sein. Für den rechten Schuh verhält es sich genau gleich, es gilt hierfür das “R” als Bezug.

BEISPIEL AM RECHTEN SCHUH

Rechter Schuh

Ist es der rechte Schuh, der eingestellt wird, ist das “R” maßgeblich.

Es gelten immer nur die lesbaren Buchstaben-kombinationen RV oder RA. Die jeweils andere Seite wird durch umdrehen gelesen. Die Sablona wird deshalb auf der längeren Seite auf den Kopf gestellt, wie umblättern

RA

Die A-Grundstellung beim rechten Schuh erfordert ein kurzes Umdenken. Auf derselben Schablonenseite wie die LA-Stellung ist auch die auswärtsgedrehte Fersenstellung “RA” einzustellen.

Nun orientiert sich die Schuhinnenseite (es ist immer die Innenseite, auch wenn der Schuh wechselt) an der blauen Linie, die schräg entlang der Innenkante verläuft

 

II

Wollen sie ihre Schuhe zueinander parallel einstellen können sie die beiden 9° Winkel ignorieren oder die Verdrehung weniger stark ausführen.
Es gelten nur die linearen Bezugspunkte

Fußstellung - A

Ist die Fußstellung nach außen rotiert und eindeutig als A-Stellung erkennbar, ist die Seite mit dem “A” an der Sablona anzupeilen.
Die Sablona wird so an die Schuhsohle gehalten, dass die Buchstabenkombi R+A (RA) gelesen werden kann.

RV

Die Buchstabenkombination “RV” muss lesbar sein (linker Schuh, V-Stellung).
Die schrägen blauen Linien rechts und links entlang der Schuhsohle dienen der Orientierung für die Ausrichtung

RV - RA - II

Der rechte Schuh sollte damit auch fertig installiert sein.

Schuhinnenseite

Anhaltspunkt ist immer der innere Schuhrand, der zum BIKE zeigt als Referenz zu verwenden! Selbstverständlich können aber  zur Orientierung beide Seiten herangezogen werden.

Das Endziel ist die gewünschte und fixierte Stellung der jeweiligen Pedalplatte (Zieldefinition beachten!).

Es gilt immer die Kontaktfläche des Schuhs am Pedal als Hauptorientierungsgebiet!

Hält man sich an dieses einfache Positionierungs- und Orientierungsprinzip, klappt das Zurechtfinden problemlos.

Lesbarkeit

Die meisten modernen Radschuhsohlen sind schwarz. Deshalb ist die Linienbeschaffenheit hell. Somit sollten die Raster auf jeder Schuhsohle erkennbar sein.

Zur eventuell besseren Ablesbarkeit wird ein Überkleben der Schuhsohle mit Malerkrepp empfohlen.

Das Markieren der finalen Position kann somit auch mit jeden beliebigen Stift erfolgen.

LINEAL & WINKEL

TRANSPARENZ

FLEXIBEL & ROBUST

ACHSE & FLOAT

PEDAL & SATTEL

V-II-A-KONZEPT